Niedere Tauern – Bergunfall
Am 30.07.2006 starten Franz & ich am Nachmittag und fahren Richtung Salzburg – genauer gesagt ins Riedingtal bei Zederhaus im Salzburger Lungau. Wir parkten unser Auto bei einem Stausee bei der Schliereralm und begannen unsere Tour mit einen Straßenhatscher bis zum Weg zur Franz Fischer Hütte. Dieser Weg führte uns dann recht steil nach oben zur Hütte. Oben bot sich uns ein traumhaftes Rundumpanorama. Wir wurden bestens in der Hütte versorgt und starten dann am nächsten Morgen unsere 3Tagestour. Um ca. 7:40 starteten wir bei der Franz Fischer Hütte und vergingen uns prompt anstatt den Nordanstieg zu wählen wählten wir versehentlich den Südanstieg – auch egal. Anfangs gings noch über grüne Almen – immer im Blickpunkt unser Ziel das Mosermandl – wettermäßig sahs eher unbeständig aus – es war recht windig.
Nach einer Stunde begann der steile Teil der Tour auf Schotterriesen welche am Ende kurz vorm Gipfel im Felsgelände enden. Um 09:20 Uhr erreichen wir den Gipfel des Mosermandls – nach einer kurzen Rast und den obligaten Gipfelfotos stiegen wir über die doch recht steile und versicherte Nordroute ab. Optional entschieden wir uns auch noch für die Überschreitung des Windischkopf – dieser lag am Weg. Eine sehr bizzare Landschaft findet man hier vor. Wir steigen weiter ab über Windischscharte und Zaunerkar zur Franz Fischer Hütte, wo wir uns nochmals kurz stärkten bevor es weiter ging. Im Anschluß gings im leichten Gelände entlang des Zentralalpenweg weiter – vorbei an unzähligen kleinen Seen und rechts von uns immer verschiedene Gipfel. Nach ca. 2 h erreichen wir bei leichten Regen die Weißgrubenscharte – rechts der Scharte befindet sich der Weißgrubenkopf, welchen wir noch schnell bestiegen.
Wieder bei der Scharte angekommen entschlossen wir uns nicht gleich zur Hütte zu gehen (nur mehr eine halbe Stunde Gehzeit – sie war schon in Sichtweite) sondern wir wählten den Pfad links der Weißgrubenscharte ein schöner und scheinbar ungefährlicher Grasgrat. Etwa 20 min wandern wir entlang des Grates und stehen dann am Gipfel des Schiereck. Hier verweilen wir kurz und wollen dann zum Haselloch absteigen. Blöderweise ist hier der Pfad nicht mehr ausmachbar, so sucht Franz rechts und ich eher links nach einen möglichen Abstieg auf den steilen Grashang. Hier passierte es ein unachtsamer Schritt – ich rutschte aus und es ging talwärts. Immer schneller raste ich bergab immer wieder rutschte ich über kleine Böschungen bei denen ich quasi “sprang”. Ich versuchte mit Händen und Füßen zu bremsen – es funktionierte jedoch nicht – kurzzeitig rutschte ich am Bauch – im Hintergrund schrie Franz. Ich konnte kein Ende des Sturzes ausmachen doch Gott sei Dank nach etwa 50 Meter kam ich zum stehen und blieb bei Bewußtsein oberhalb eines Felsabbruch liegen. Mein erstes Handzeichen galt Franz das ich noch in Ordnung bin bzw. lebe. Anschließend sammelte ich mich und bemerkte dass mein rechter Arm nur mehr da hängt – über die Hand hatte ich die volle Kontrolle nicht jedoch über den Arm. Ich versuchte mich in eine vernünftige, sichere Position zu bringen doch der Arm schmerzte und ich wartete kniend auf Franz. Der war bereits nach kurzer Zeit bei mir – wir sicherten meine Position, sodass ich nicht nochmal abstürzen konnte. Nach einer kurzen Diskussion war klar das ich nicht mehr weiter gehen kann – die Gefahr eines erneuten Absturzes und die Schmerzen wären zu groß. Da leider kein Handy Empfang am Unfallort war lief Franz Richtung Tappenkarsee um die Bergrettung zu verständigen – mir kam die Zeit ewig vor und ich hatte Angst das Franz auch noch abstürzen könnte. Nach einiger Zeit sah ich franz unterhalb des Hangs – aufgrund der Höhe konnten wir uns nicht schlüssig verständigen. Nach etwa 5 Minuten konnte ich den rettenden Hubschrauber hören – dieser konnte uns erst beim dritten Überflug ausmachen und landete dann in der Ebene bei Franz.
Nach einer kurzen Diskussion wurde von Sanitäter und Notärztin der Hubschrauber komplett entladen und das Seil angehängt. Sanitäter und Notärztin klinkten sich ein und der Hubschrauber startete um die Zwei zu mir zu bringen. Beim zweiten Anlauf landeten die beiden punktgenau neben mir. Ich wurde sofort Erstversorgt – ein Zugang wurde gelegt und ich bekam Schmerz- und Beruhigungsmittel. Im Anschluss wurde ich in einen Rettungsgurt gepackt, was sich aufgrund meiner Armverletzung nicht so leicht gestaltete – ich hielt die Hand die ganze Zeit in der für mich optimalen Position. Nach kurzer Zeit wars dann soweit – der Hubschrauber kam erneut – die Beiden klinkten mit ein und es ging raus aus dem Hang und wir überflogen das Tal um dann erneut am Ausgangspunkt bei Franz zu landen. Dort wurde ich dann auf einer Bahre stabilisiert – der Hubschrauber wurde eingeräumt und im Anschluss hoben mich Sanitäter, Pilot, Notärztin und Franz mich in den relativ kleinen Hubschrauber. Hier bekam ich erneut anscheinend sehr starke Medikamente, denn vom Flug ins Krankenhaus Schwarzach weiß ich nichts mehr. Im Krankenhaus wurde festgestellt, dass der rechte Oberarmknochen komplett durchtrennt ist – im Anschluss folgte die Notoperation – der Arm wurde mit Drahtstiften fixiert – und der 5tägige Aufenthalt im Krankenhaus Schwarzach. Gerade nochmal gut ausgegangen – ohne meinen Retter Franz hätte ich Schlecht ausgesehen. Hier gibts Eckdaten
von der Tour.

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Am 18. Juli 2008 um 16:17 Uhr
[...] 2jähriger Riedingtal-Abstinenz (sieh hier!!) machten es Harry und ich am 15. und 16. Juli 2008 unsicher. Bei unserer Tour erklommen wir am [...]
Am 27. Juli 2009 um 12:22 Uhr
Hallo,
Na Gott sei Dank ist dir nichts schlimmeres passiert aber ich denke mal (ist jetzt keine Belehrung) das man einfach die Touren unterschätzt und aus folge von Übermüdung die Tritte nicht mehr sicher sind und dann kann das passieren.
Wir waren letzten Sonntag am Greifenberg und 1 Tag früher ist ein Mann da abgestürtzt auch gestolpert… leider…
lg
F.V
Am 30. Juli 2009 um 20:47 Uhr
[...] an meinem 2 Geburtstag – es war heute der 3. Da gehen einen immer wieder die Bilder von damals (Bergunfall im Lungau) durch den Kopf. Auf jeden Fall war’s heute eine klasse Tour. Hier die [...]