Monatsarchiv für November 2006

Erlakogel (1575 m)

Samstag, den 18. November 2006








Am 18.11.2006 entfloh ich den heimatlichen Nebel und bestieg mit Reinhard den Erlakogel. Wir starteten gegen 08:00 Uhr am Parkplatz in Rindbach – es begann bereits langsam aufzureißen. Anfänglich gingen wir noch durch die Straßen Rindbachs um im Anschluss sehr steil durch einen Hochwald auf zu steigen. Der Weg war unten noch feucht und mit sehr viel Laub bedeckt. Umso höher wir stiegen umso stärker wurde die Sonne und so wanderten ich in kurzer Adjustierung weiter zur Spitzlsteinalm.

Auf der Alm entschlossen wir uns den weglosen Spitzlstein zu besteigen – dieses Unterfangen erstellte sich als etwas schwierig heraus, da wir nur eine kurze Beschreibung des Wegs hatten. Wir querten steile Hochwälder und Wiesen um schließlich zu einer Felswand zu gelangen. Dort stiegen wir auf einen “Gipfel” welcher sich später nicht als Spitzelstein heraus stellte – dieser war weiter unten. Wir stiegen dann weiter auf um dann oben über einen Rücken wieder zur Alm zu queren. Auf der Alm sahen wir einige Vogelfänger die ihrem Tagwerk nachgingen. Weiter gings auf dem markierten Weg wieder steil durch den Wald – nach einiger Zeit steigt der Weg nur mehr mäßig an und wir queren einige wenige kleine Schneefelder um im Anschluss über eine leichte Kletterpassage auf den 1575 m hohen Erlakogel zu gelangen. Die Gehzeit (inkl. Spitzlstein Expedition) war ca. 3 h.

Am Gipfel herrschte reges Treiben und die Sicht Richtung Norden und Osten war ausgezeichnet. Im Süden wars diesig. Nach einer langen Gipfelrast mit ausgiebigem Fotografieren stiegen wir über den Aufstiegsweg, vorbei an der Spitzlsteinalm wieder nach Ebensee ab. Für den Abstieg benötigten wir etwa 100 Minuten. Unten verschlechterte sich das Wetter zunehmen – Nebel fiel wieder ein. Wieder mal eine super Tour bei sehr, für den November, warmen Temperaturen. Hier sind die Fotos von der Tour.

Rote Wand (1872 m)

Samstag, den 11. November 2006








Am 11.11.2006 haben Reinhard & ich den Herbst und das schöne Wetter noch mal für eine Tour genutzt. Es ging in die Pyhrn Priel Region nach Windischgarsten zum Gleinkersee. Wir starteten um 08:30 Uhr bei leicht bewölkten Wetter und wanderten entlang des Gleinkersees um dann durch den Seegraben aufzusteigen. Der Seegraben ist eine recht steinige und teilweise auch steile Angelegenheit und mit zunehmender Höhe wurde auch der Schnee mehr und mehr. Auf Höhe der Zickalm waren wir schließlich auf einer permanenten Schneedecke unterwegs. Etwa eine halbe Stunde nach erreichen der Zickalm kamen wir bei der nicht bewirtschafteten Dümlerhütte an – dort machten wir eine längere Pause und Reinhard legte seine Gamaschen an (meine lagen daheim im Kasten :-( ). Von der Hütte können wir bereits unser Ziel die Rote Wand sehen.

Nach der Dümlerhütte ging es durch relativ tiefen Schnee (30 – 50cm) weiter bergwärts – Reinhard spurte. Nach einiger Zeit erreichten wir ein Plateau, wo wir von einem anderen Wanderer überholt wurden. Wir folgten seinen Spuren und durch ein Kar gelangten wir zum Rote Wand Sattel. Von hier an wurde die Tour etwas “interessanter” – ein letzter steiler Anstieg mit hüfthohen Schnee und eiskalten stürmischen Wind. Man glaubt gar nicht wie lang man für ein paar Höhenmeter brauchen kann. Schlußendlich kamen wir nach 3 h Aufstieg am Gipfel an. Die Rast fiel recht kurz aus da die Bedingungen recht widrig waren und sich Schlechtwetter näherte. Oben sahen wir auch wieder den Wanderer der uns überholt hat – es stieg einen steilen Rücken in Richtung Warscheneck auf – bei derartigen Verhältnissen wäre mir das eine Stufe zu heftig.

Der Abstieg zur Hütte gestaltete sich dank des tiefen Schnee recht einfach und flott. Nach 40 Minuten erreichten wir die Hütte – noch mal eine kurze Pause eingelegt und weiter gings zur Zickalm. Ab der Zickalm war dann wegen des wenigen Schnee wieder vermehrte Vorsicht angesagt. Nach insgesamt 2 h Abstieg erreichten wir bei noch immer passablem Wetter wieder den See. Das war wohl die letzte Bergtour ohne Schi in diesem Jahr – mehr Schnee wäre nicht mehr wirklich angenehm gewesen – nichts desto trotz war es wieder mal eine super Tour welche von Reinhard gut gewählt war. Hier ein paar Fotos von der Tour.