Leobner (2036 m) / Gscheideggkogel (1788 m)
Heute, 11.03.2007, hatte ich das Vergnügen mit Reinhard & Klaus eine Traumtour zu machen. Wir waren am Leobner & am Gscheideggkogel im Gesäuse. Hier gibts die Fotos
von der Tour.
Da ja doch einiges an Fahrzeit anstand starteten wir zeitig um 07:00 Uhr in Wels. Im Ort Klaus stieß dann noch Klaus zu uns und wir fuhren ins Gesäuse nach Johnsbach. Auf dem gesamten Weg dorthin war kaum Schnee vorhanden, erst im Talschluss von Johnsbach fanden wir gute Bedingungen vor. Wir mussten aufgrund des großen Andrangs recht weit unten parken und marschierten dann mit unseren Schi zum Parkplatz oberhalb des Gscheidegg Bauern.
Dort konnten wir die Schi anlegen und marschierten (so wie viele viele andere Tourengeher auch) auf der Forststraße zur Grössingeralm. Von da an wurde das Gelände interessanter und auch ein bischen steiler. Es herrschen optimale Schneebedingungen – eine leichte Pulverschicht. Wir stiegen durch den “Sautrog” auf zum Leobner Törl. Dort konnten wir erstmals das beeindruckende “Gipfelkar/Gipfelrinne” sehen. Wir marschierten ins Kar um dann über den Südrücken, welcher oben recht eisig war, sodass ich die Harscheisen anlegte, zum Gipfel des Leobner. Vom Ausgangspunkt bis zum Gipfel brauchten wir in etwa 3 h. Oben herrschte Sonnenschein und leichter Wind. Leider war es rundum noch leicht bewölkt.
Nach einer Gipfelrast & den obligaten Fotos fuhren wir durch das steile Kar/Rinne ab. Bei der Abfahrt hielten wir uns möglichst rechts um nicht ins steile und überwächtete Gebiet zu kommen. Die Piste war griffig und teilweise auch pulvrig. Beim Leobner Törl zurück angekommen entschieden wir uns gegen die verspurte Abfahrt durch den Sautrog sondern wir nahmen den Weg über Ochsenriegel zum Gscheideggkogel. Dies war der eigentliche Höhepunkt der Tour – unverspurte, einsame Hänge bei strahlendem Sonnenschein. Wir marschierten am Kamm entlang, immer den Lugauer vor unseren Augen. Kaum eine Menschenseele weit und breit. Gott sei Danke war eine Spur zur besseren Orientierung vorhanden. Am Schluss mussten wir noch über den wächtenreichen Kamm zum Gipfel des Gscheideggkogel aufsteigen.
Dort genossen wir eine längere Pause und liesen das tolle Panorama auf uns wirken. Im Anschluss fuhren wir über den markierten Schiweg über teilweise unverspurte Hänge ab. Im Anschluss mussten wir auf der Forststraße, welche im unteren Teil stark ausgeapert war, abfahren. Am Schluss nahmen uns noch 2 Schitourengeher aus St. Florian im Auto zu unserem Parkplatz mit. In Summe waren wir 7 h unterwegs.
Beim heimfahren kehrten wir dann noch in Windischgarsten ein um dann nach mehr als 12 h wieder zuhause anzukommen. Eine super Tour – auf jeden Fall der Höhepunkt des heurigen Winters. Die Fahrzeit ist zwar lange aber allzu oft macht man sowas nicht und ausgezahlt hat es sich auf jeden Fall.
Am 12. März 2007 um 19:09 Uhr
Also da hat der Bernhard wirklich nicht übertrieben. Auch für mich war das die schönste Tour die ich bis jetzt gemacht habe.
Hier die Zeit/Höhendaten vom GPS:
Parken: 909m
Schi anschnallen: 1030m 09:25
Leobner Törl: 1738m 11:15
Gipfelankunft: 2034m 12:18
Gipfelabfahrt: 2034m 12:43
Leobner Törl: 1740m 13:10
Erhebung nach Törl: 1822m 13:29
zwischendurch runter auf: 1690m
Gscheideggkogel ankunft: 1791m 14:32
Gscheideggkogel abfahrt: 1791m 15:01
Schi ins Auto: 1060m 15:44
Am Parkplatz: 909m 15:50
Klaus