Hochkönig (2941 m) über Mitterfeldalm








Am Ostermontag, 09.02.2006, ging es wieder mal bei besten Wetterbedingungen auf Schitour. Diesmal sollte es eine richtige “Knie- & Wadlbeisser-Tour” auf den Hochkönig werden bei der Höhenmeter und Länge eine beträchtliche Rolle spielten. Hier die Fotos von der Tour.

Da der Hochkönig doch ein Stück entfernt ist starteten Reinhard & ich um 06:30 in Regau. Um 08:20 Uhr starteten wir beim Parkplatz beim Arthurhaus. Es sind schon jede Menge Autos (Tourengeher) unterwegs.

Anfänglich ging es noch über die teilweise apere Forststraße zur Mitterfeldalm. Von da an war durchgehend Schnee vorhanden. Gleich zu Beginn mussten wir eine relativ unangenehme Querung meistern, in der Reinhard der Fellhalter an der Schispitze abbrach – Gott sei Dank hielt das Fell noch entsprechend, um dann im Anschluss ins breite Ochsenkar zu gelangen. Hier wechselten sich flachere Passage und Spitzkehren-Gelände ab. Das Wetter war einmalig – sonnig und recht warm. Mit zunehmender Höhe kam aber leichter Wind auf. Besonders beeindruckend im Kar war die mächtige, immer präsente Torsäule.

Nach der Durchschreitung des Kars tat sich vor uns die Übergossene Alm (ein ehemals mächtiger Gletscher) auf. Von Matrashaus, unserem Ziel, war noch keine Spur zu sehen. Wir entschieden uns an einer Gabelung für den Sommerweg, welcher über einen westlichen Kamm verläuft. Teilweise waren recht ungute und steile Stellen zu passieren. Die Sonne brannte hier gnadenlos runter und kaum ein Lüfterl war zu spüren. Über das Plateau zog es sich ganz schön und nach und nach kam das Matrashaus näher. Am Schluss mussten wir noch die ca. 150 hm hinauf zum Haus meistern – der Hang war sehr verspurt und teilweise vereist.

Nach ca. 5 h 40 Minuten erreichten wir beide recht geschlaucht unser Ziel. Oben nur wenige Leute, unter anderem auch Arbeitskollege Rudi mit Freundin aus Wolfsegg. Nach einer ausgiebigen Jausen-Pause waren wir dann die einzigen am Gipfel. Noch ein paar Erinnerungsfotos geschossen und schon ging es an die Abfahrt welche in etwa den Aufstiegsweg glich. Am Plateau war dann noch eine Gegensteigung zu absolvieren – auffellen war wieder angesagt. Durchs Ochsenkar waren die Verhältnisse durchwachsen. Von Firn über Sulz bis vereist war alles vorhanden.

Ganz unten mussten wir nochmal auffellen um wieder zum Ausgangspunkt Mitterfeldalm zu kommen. Dort war erst mal wieder Pause und ein kurzer Schwaz mit anderen Tourengehern angesagt. Im Anschluss gings mit Schi am Rucksack zurück zum Ausgangspunkt. Dort gesellte sich noch ein Schitourengeher aus Salzburg zu uns – er war in der Früh mit Bekannten angereist und hoffte auf eine Mitfahrgelegenheit am Abend – die hat er bei uns gefunden. Nach der Einkehr im Arthurhaus fuhren wir zu 3 über Salzburg heim. Um 21:00 Uhr war der Schitourentag dann Gott sei Dank vorbei :-)

Es war eine wirklich laaaaange aber auch sehr schöne Tour. Im Aufstieg dürften es in etwa 1600 hm gewesen sein (inklusive Gegensteigungen). Besonders in Erinnerung ist der lange Marsch übers Plateau auf dem teilweise Totenstille herrschte. Ein Tour die sicher wieder einmal wiederholt wird.

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