Überquerung des Höllengebirge

Schon lange schwirrte die Idee das Höllengebirge zu überqueren in meinem Kopf rum. Gestern war es dann endlich soweit. Reinhard & ich starteten zu Mittag in Weißenbach und stiegen zum Hochleckenhaus auf. Am zweiten Tag überquerten wir dann das Plateau, vorbei an der Riederhütte und über den Feuerkogel, nach Ebensee in die Kreh. Hier die Fotos
von der Tour.
Reinhard & ich starteten am Freitag gegen 12:15 Uhr in Weißenbach am Attersee. Pünktlich zum Start lichtete sich der Hochnebel und die Wolken und wir konnten bei angenehmen Wanderwetter und Sonne über Schoberstein, Mahdlgupf, Dachsteinblick, Brennerin, Gaisalm zum Hochleckenhaus hoch wandern. Dort kamen wir nach ca. 5 Stunden Aufstieg relativ geschlaucht an. Nach einer eiskalten Wäsche gab es dann gutes Essen und wir verbrachten einen angenehmen Abend.
Am nächsten Tag ging es dann an die Königsetappe. Wir starteten um 07:45 und gingen den Weg bis zur Kreuzung wo man zum Brunnkogel weiter geht. Ab hier war für uns beide Neuland angesagt. Gleich zu Beginn erfolgte der relativ lange Abstieg in den Pfaffengraben und auf der anderen Seite ging es wieder hoch zum Grünalmkogel (höchste Erhebung des Bezirk Vöcklabruck). Ab dem Grünalmkogel war dann der Schnee fast permanent vorhanden, dadurch gestaltete sich der Abstieg relativ unangenehm. Gott sei Dank waren Spuren vorhanden und die Markierungen gut sichtbar. Ohne würde man den Weg unmöglich finden. Es ging dann in ständigen auf und ab, vorbei an der Hirschlucke, übers Plateau. Bei der Überquerung trafen wir nur 3 Leute die von der Ebenseer Seite kamen.
Nach ca. 5 h erreichten wir dann die nicht bewirtschaftete Riederhütte
. Dort legten wir eine Pause am Sonnenbankerl ein und danach wanderten wir, am Höllkogel vorbei in ständigem auf und ab, zum Feuerkogel. Dort kehrten wir in der Christopherushütte ein um dann im Anschluss in die Kreh (beim Langbathsee) abzusteigen. Nach 9 Stunden kamen wir erschöpft und offensichtlich entsalzt
beim Wirtshaus an, wo wir uns gleich stärkten.
Fazit eine einsame & wunderbare Tour bei super Wetter. Man sieht die Berge die man kennt teilweise aus recht ungewohnter Perspektive. Der zweite Tag war doch recht lang und mit einer zusätzlichen Nacht in der Rieder Hütte hätte die Tour einen entspannenderen Charakter.
Am 27. August 2009 um 10:37 Uhr
Hi! Mein Schwager forderte uns zu seinem 38. Geburtstag am Sonntag, den 23.08.2009 auf, mit ihm das Höllengebirge zu überqueren. Er und seine zwei Brüder Stefan (mein Ehemann) und Xaver wollten den Trip starten. Ich ließ es mir nicht nehmen, und wollte mit von der Partie sein. Nachdem wir unsere zwei Burschen (Tobias 8,5 Jahre und Nicolas 14 Monate) bei der Oma untergebracht hatten, starteten wir um 8 Uhr beim Taferl-Klaus-See. Nach 1Std.20min kehrte Xaver um, da er dem ganze nicht gewachsen war. Wir kamen um 10 Uhr bei der Beschilderung an, die uns eine Gehzeit von 6 1/2 Std. zum Feuerkogel an. Keiner von uns ahnte, wie anstrengend der Marsch sein würde – aber es hat sich allemal gelohnt. Diese Stille und Weite, die ganze Zeit über kreuzten nur 6 Menschen unseren Weg – einfach unglaublich. Auch die Schneefelder, auf die man immer wieder trifft – atemberaubend. Unterwegs erzählte uns Martin, dass es sich bei unserer Wanderung eigentlich um eine 2-Tages-Tour handeln würde – wir schnauften und lachten. Leider hatten wir keine gute Sicht, da der Nebel alles trübte. Die Zeit, bis wir zur Riederhütte kamen verging echt total schnell und wir waren auch echt noch fit. Dort angekommen aßen wir Speckknödel – wir waren echt schon total hungrig (so schmeckten sogar die wässrigen Knödel nicht mal so übel). Nach einem Radler starteten wir, um zu unserem Ziel, dem Feuerkogel zu kommen. Insgesamt kamen wir auf 6 1/2 Stunden reine Gehzeit!!! Ich bin echt stolz darauf, was wir (insbesondere ich als einziges Mädel, das ja nun nicht wirklich viel trainiert) an diesem Tag geschafft haben. Hut ab!!!!! Wir fuhren mit der Seilbahn (€ 11,- für eine Talfahrt pro Person – Frechheit!!) ins Tal, wo wir dann abgeholt wurden und in Gmunden bei Martin zu Hause von seiner Freundin Edith, den Kindern und Großmüttern sowie Xaver und deren Freundin mit einer echt leckeren Jause empfangen wurden. Wir stießen auf Martins Geburtstag an und nach einer kurzen Dusche fühlten wir uns wieder viel besser – aber absolut müde!! Jederzeit wage ich mit den Burschen wieder eine derartig gewagte Tour – etwas Schlimmeres kann kaum noch kommen (hihi – war echt nicht so schlimm). Ein unglaubliches Erlebnis und ein Beweis dafür, dass man, wenn man etwas wirklich will alles bewältigen kann. Wagt diesen Schritt und ihr werdet voll Stolz davon erzählen – warscheinlich noch euren Enkeln. Ein echt lustiger Tag – wir lachten total viel. Anstatt zu Jammern sahen wir alles auf die locker-lustige Art.