3 Tage im Toten Gebirge 2007

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Mittlerweile zum dritten Mal ging es heuer, vom 29.06.2007 – 01.07.2007, ins Tote Gebirge. Diesmal waren wir zu 2, Andi & ich, die die gesamte Tour machten. Stefan kam dann am Nachmittag des zweiten Tages zur Pühringerhütte nach und war am dritten Tag mit dabei. Teilweise gingen wir auf bereits bekannten Wegen (jedoch ohne Nebel & Schnee ;) ) und auch einiges Neues war dabei. Übrigens waren wir diesmal am Elm – der Weg dorthin ist recht “moderat” ;) Hier alle Fotos von der Tour.

Tag 1
Am ersten Tag der 3tages-Tour starteten Andi & ich gegen 10:00 Uhr in Rößlern am Grundlsee beim Parkplatz Appel Haus. Anfänglich ging es über einen ausgetretenen, nicht markierten Pfad bergwärts. Die Sonne schien so stark, dass wir bereits nach kurzer Zeit die Hosen abzippten. Weiter oben stießen wir dann auf den markierten Weg und wanderten über den Almbergweg in Richtung Plateau des Toten Gebirge.

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In der Früh dürften Kühe hochgetrieben worden sein, was man an den ver*******n Wegen erkennen konnte. Die Blicke in Richtung Grundlsee waren wunderbar. Nach einiger Zeit kamen wir schließlich zum Sattel um dann rechter Hand zum Backenstein aufzusteigen, welchen wir nach 135 Minuten erreichten. Hier war mal eine erste längere Pause angesagt. Nach einer ausgiebigen Jause ging es dann zurück, an einigen Dolinen vorbei, zur Wegkreuzung.

Von nun an war der Weg recht “moderat”. Wir wanderten am Plateau, vorbei an üppiger grüner Vegetation, immer entlang der langen Materialseilbahn, in Richtung Appel Haus. Der Weg zog sich ganz schön. Schließlich erreichten wir die Brunnwiesalm. Jede Menge Hüttchen in Mitten eines Felds Alpen Ampfer oder auch “Plotschen” genannt (dachte eigentlich es sind “Wüde Ros” aber von kundiger Stelle wurde ich korrigiert – Bergfexing Harry :-) ) Nun war es nicht mehr weit zum Tagesziel, wir passierten auch die Henaralm und kamen schließlich nach insgesamt 4,5 h beim Albert Appel Haus an.panorama1













Hier gönnten wir uns gleich 2 Maisels Weiße welche unseren Elektrolyt Haushalt wieder in Ordnung brachten. Den großen Woising, der ursprünglich auch noch geplant war machten wir nicht mehr. Stattdessen wanderten wir noch kurz zum Redenden Stein, dem Hausberg des Appel Haus. Dort wurden wir mit Sonnenschein & traumhaften Ausblicken belohnt. Den Rest des Abends verbrachten wir auf der Terrasse und am Küchentisch im Appel Haus. Es waren interessante Gespräche mit den Haltern (Kuhhirten), den Pächtern Gernot & Heidi, sowie den zwei Wanderern Walter & Herbert. Um 24 Uhr war der Tag dann auch wirklich aus und wir gingen zu Bett.

Tag 2:
Leider hat es in der Nach zu regnen begonnen und in der Früh war es immer noch recht feucht draußen :-( So begann der Tag am Appel Haus mit einem Kuchenfrühstück und der Plan den großen Woising zu besteigen wurde aufgrund der unsicheren Verhältnisse fallen gelassen. Um 09:30 wanderten wir schließlich bei leichten Nieselregen weg. Den Weg sind wir bei Schnee & dichtem Nebel bereits vor 2 Jahren gegangen. So war die Landschaft für uns beide neu. Im ständigen auf und ab marschierten wir am Redenden Stein vorbei übers Plateau zur Wiesenlacke.

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Dort wurde erstmal Mittag gemacht und wir entschieden uns zum Wildgössl aufzusteigen. Oben angekommen wehte ein ordentlicher Wind und die Haube leistete gute Dienste. Wir wanderten weiter am Bergrücken entlang, vorbei am Abstieg zum Abblasbühel, zum Salzofen. Am Salzofen hat man geniale Blicke in Richtung Rotschirr und zu den Lahngangseen. Besonders beeindruckt waren wir beide von den mächtig in die Elmgrube abfallenden Wänden. Nur nicht zur weit nach vor zur Kante gehen, denn das Gestein ist recht brüchig.

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Nach ausgiebigen Pausen marschierten wir zurück, stiegen über den Abblasbühel zur Elmgrube ab. Das Wetter verdunkelte sich nach und nach und so ging es flott weiter zur Pühringerhütte. Bei der Hütte wartete Stefan, er war von Grünau über den Sepp Huber Steig aufgestiegen, auf uns. Nach und nach trudelten dann die Priel Bezwinger von der Welserhütte ein und wir hatten eine Gaudi auf der Terrasse. Der angenehme Abend setzte sich dann in der Hütte fort. Ein Hüttenzauber wie im Vorjahr war es dieses Jahr jedoch nicht. Der Abend endete wieder um 24:00 Uhr in der vollen Pühringerhütte.

Tag 3:
Tagwache um kurz nach 6.00 Uhr. Nachdem der Vortag nicht allzu anstrengend und das Lager voll war, war das kein Problem. Es gab wieder ein Kuchenfrühstück und nach und nach kamen auch die anderen Nächtigungsgäste raus, teilweise sichtlich gezeichnet vom Vorabend ;-) . Angeblich hat Walter (der vom Appel Haus) mit seiner Schnarcherei das gesamte Winterquartier wach gehalten ;-)

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Dieses Jahr schafften wir es dann auch den Elm zu besteigen. Um 07:15 starteten wir ohne Gepäck und wanderten über den stark verkarsteten & zerklüfteten Weg in 75 Minuten zum Gipfel. Die Sicht war leider noch ein bisschen diesig aber die Rundumsicht war trotzdem genial. Nach einer Pause ging es dann in einer Stunde runter zur Hütte. Dort waren bereits alle Wanderer weg und für die morgendlichen Strapazen belohnten wir uns noch mit einem stärkenden Elektrolytgetränk ;-)

Nach der Pause ging es an den Abstieg, vorbei an der Elmgrube und am hinteren Lahngangsee zum vorderen Lahngangsee. Durch eine Unachtsamkeit hat es mich dann kurz vom Weg geworfen und meine Hose musste dran glauben. Am vorderen Ende des Sees machten wir dann Mittag und Andi nützte die Zeit für ein erfrischendes Bad.

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Der weitere Abstieg gestaltete sich recht flott und war aufgrund der Hitze im Wald recht angenehm. Beim Abstieg fanden wir dann die Hunderettungsweste von Mattighofenern von der Pühringerhütte. Kurz vor ihrer Abfahrt konnten wir sie Ihnen am Parkplatz noch zurück geben. Freundlicherweise haben sie mich dann auch die 3,5 km zum Parkplatz zurück gefahren. Abschließend gabs dann noch ein sehr erfrischendes Bad im schönen Grundlsee. Die Heimfahrt war dann recht lang – wir mussten ja noch zum Almsee fahren da dort Stefan noch das Auto hatte. (Luftlinie Almsee – Grundlsee 12 km, Fahrtstrecke Almsee – Grundlsee 100 km :-) )

Fazit wieder eine super Dreitagestour. Es hat uns allen gefallen und auch Pläne für die Mehrtagestour im Toten Gebirge im nächsten Jahr wurden geschmiedet. Weiters hat sich wieder mal bestätigt dass es doch auch lohnend ist bei nicht perfekten Wetter zu starten. Wer nicht dabei war hat was verpasst.

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