Über den Hernlersteig auf den Traunstein (1691 m) und den Daxnersteig nach Ebensee
An diesem Wochenende (25.08.2007 – 26.08.2007) ging es auf die schon länger geplante http://www.alpinum.at Tour. Wir fuhren am Samstag mit dem Schiff zum Hoisn und bestiegen im Anschluss den Traunstein. Am Sonntag ging es dann runter und über den Daxnersteig und die Spitzelsteinalm zurück nach Ebensee. Mit dabei waren Sabina, Marion, Werner, Herbert, Reinhard & ich. Es war eine recht nette aber auch anstrengende Tour. Hier die Fotos
vom Wochenendtrip.
Tag 1:
Wir starteten am 25.08.2007 um 12:45 Uhr in Ebensee. Gleich zu Beginn ging es mit dem Raddampfer “Gisela” über den schönen Traunsee zur Haltestelle Hoisen. Dort gingen wir von Bord und wanderten entlang des Traunsee zum Einstieg des Hernlersteig. Die Hitzte am Nachmittag hing sich ganz schön an und so floss bereits nach wenigen Minuten im Steig der Schweiß. Das Tempo war recht moderat, so konnten wir den doch recht langen Aufstieg recht genießen. Die letzten 130 m wollte ich ursprünglich über den Traunsee Klettersteig absolvieren. Die Hitze & Unsicherheit über den Schwierigkeitsgrad des Steiges hielten mich jedoch davon ab. Reinhard ließ sich natürlich nicht davon abhalten
Nach ca. 3,5 h erreichten wir schließlich unser Lager für die Nacht, die Gmundnerhütte. Die Hütte wird derzeit umgebaut und hat nach dem Umbau wahrscheinlich die doppelte Größe. Nach getaner “Arbeit” gönnten wir uns erstmal ein gutes Weißbier & ein Abendessen. Frisch gestärkt marschierten wir dann in der Abendsonne zum ungewohnt einsamen Gipfel. Leider war es recht bewölkt & diesig, sodass die Sicht eher beschränkt war. Der Abend klang schließlich angenehm in der Hütte mit den “üblichen Bergsteigerlügen”
aus.
Tag 2:
Der nächste Tag begann für Sabina, Reinhard & Herbert etwas früher. Sie wählten den Sonnenaufgang am Gipfel. Ich wählte meinen Schlafsack
. Nach einem einfachen Frühstück auf der Hütte um 07:30 (die ersten Bergsteiger kamen zu dieser Zeit bereits rauf!!) machten wir uns um 08:00 Uhr an den Abstieg. In ca. 1,5 h stiegen wir über den Mair Alm Steig zum Kaisertisch ab. Nach einer kurzen Pause wanderten wir dann weiter über Forststraßen (ca. 8 km), vorbei am Steinbruch nach Karbach.
Karbach ist ein ganz nettes Fleckerl Erde. Hier können Schiffe anlegen, es gibt ein einfaches Wirtshaus und man kann dort auch Zelten. Wir kehrten natürlich im Wirtshaus ein und stärkten uns zwischendurch mal. Sehr zu empfehlen ist der “Bunkel mit Schlag”, welcher sich mit 1,5 € zu Buche schlägt. In der Nähe von Karbach befindet sich der Höhlensee “Rötelsee”. Wir holten Infos beim Wirt ein um den Abstecher zu machen. Der Weg war leicht zu finden doch leider war es sehr sehr steiles Wiesengelände. Nix für mich und so stiegen Sabina & ich nach ca. 30 Höhenmetern wieder ab zur Zeckeninsel. Nach kurzer Zeit kamen auch Marion & Werner wieder runter. Reinhard & Herbert machten sich über die steilen Hänge auf zur Höhle. Nach ca. 1 h kamen sie wieder zurück. Die Höhle soll ganz interessant aber nicht das Highlight sein.
Nach dieser Unterbrechung ging es weiter über den Daxnersteig entlang des Sees und schließlich ging es sehr steil bergwärts. In Serpentinen geht es durch den sehr steilen Hochwald über den Gott sei Dank mit Baustellenband markierten (noch vom http://www.bergmarathon.at) Steig. Ohne Markierung wäre der Steig wohl nur sehr schwer zu finden und das wäre in diesem Gelände sehr ungut. Jeder Schritt musste hier sitzen denn ein Abrutschen würde hier wohl nur mit schweren Verletzungen Enden. Lt. Herbert (er ist schon 10 x den Bergmarathon gelaufen) gab es hier noch keinerlei Unfälle – das wundert mich eigentlich. Der Aufstieg war aufgrund der Steilheit & der Hitze doch recht kräfteraubend und so legten wir alle 100 Höhenmeter eine kurze Pause ein.
Schlussendlich war der Steig dann doch aus und endete auf einem versicherten Grat auf den man dann fantastische Blicke zum Traunstein und auf den Traunsee hatte. Nach dem Grat wanderten wir dann über einen gerodeten Wald zur Spitzelsteinalm. Leider ist die Alm nicht für Gäste bewirtschaftet. Dankenswerterweise durften wir trotzdem bei der Hütte pausieren. Mein Wasser war mittlerweile aus
Nach einer kurzen Stärkung und einer kurzen Diskussion Erlakogel ja/nein entschieden wir uns aufgrund der fortgeschrittenen Stunde gegen den Erlakogel und so machten wir uns an den Abstieg. Am Weg war dann Gott sei Dank noch eine Quelle an der wir uns laben konnten. Der weitere Weg ins Tal war dann, wie schon bekannt, recht einfach und nach ca. 1 h kamen wir am Parkplatz in Rindbach an.
Den Ausklang fand die Tour dann noch in einem Cafe in Ebensee. Fazit eine schöne & lange Tour. Einmal am Traunstein zu übernachten das hat schon was auch wenn ich den Sonnenaufgang verschlafen habe. Auch egal – muss ich halt nochmal rauf
. Der Übergang nach Karbach war, dank Schatten, recht angenehm und den Daxnersteig hab ich auch gesehen. Wie gesagt sehr steil und bei Nässe möchte ich ihn auf keinen Fall gehen. Außerdem würde ich es keinem empfehlen diesen Steig in umgekehrter Richtung zu gehen. Da wäre die Sturzgefahr wohl um einiges größer. Es war sicher nicht die letzte Alpinum Tour – nächstes Jahr geht es vielleicht gegen Westen.
Am 27. August 2007 um 08:10 Uhr
Fleißig! Du hast gestern die Tour noch online gestellt… ich muss heute erst mal meine Fotos runterladen… nach Essen, Vollbad und einem Nickerchen vor dem TV bin ich zu nix mehr gekommen!
Schön war’s! Wie Wege, die Hütte, die gemütlichen Pausen… aber anstrengend trotzdem
Am 27. August 2007 um 09:47 Uhr
hi bernhard,
tollen bericht hast du gestern noch geschrieben und perfekte foto´s
reingestellt.
ich hab den abend ähnlich wie sabina ausklingen lassen und werd
erst heute meine fotos runderladen.
war wirklich eine schöne tour – anstrengend zwar, aber auch lohnenswert.
lg
herbert
Am 27. August 2007 um 12:46 Uhr
Servus Bernhard,
scheint so, als ob bei Dir das “Bunkel-Doping” doch länger angehalten hat, als beim Herbert!
Woher käm wohl sonst der Elan, gleich einen super Tourenbericht zu schreiben???
Nach der schweißtreibenden, aber wirklich schönen Tour (! ! !), die mir wieder einiges an heimatlichem Neuland näher brachte, bestand das gestrige Abendprogramm, ähnlich wie bei Sabina und Herbert, nur mehr aus Dusche, Essen und Füßehochlagern.
LG
Reinhard
Am 27. August 2007 um 23:26 Uhr
Danke, Bernhard. Es ist schön, die Tour hier nochmal kurz nachvollziehen zu können. Einen feinen Bericht mit klasse Bildern hast Du reingestellt. Vielen Dank nochmal Euch allen. Es war gut organisiert und sogar Petrus hat sich an die Abmachungen gehalten
. Es hat uns viel Spaß gemacht. Die Wanderkarte aus dieser Gegend wird bestimmt noch bei weiteren Touren zum Einsatz kommen. Vor allem der Daxnersteig mit den bezaubernden Tiefblicken auf den See hat es mir angetan. Aber das ganze als Berglauf? Das wäre nix für mich. Da schleiche ich doch lieber gemütlich rauf und hab Zeit zum Schauen.
Bis zum nächsten Mal,
Marion