Überschreitung der Hohen Schrott (1839 m)
Gestern, 16.09.2007, ging es nach etwas längerer Bergabstinenz wieder einmal auf Tour. Bei Kaiserwetter (wie auch schon vor 2 Jahren – siehe hier) gingen wir die Tour von Langwies über die Brombergalm und den Grat zur Hohen Schrott. Der Abstieg erfolgte ungeplanter weise (aufgrund von Windbruch) über die Mitteralm zur Rettenbachmühle. Wie auch schon vor 2 Jahren war die Wanderung auch diesmal wieder ein Highlight. Hier die Fotos
zur Tour.
Um 07:30 Uhr treffen wir (Toni, Reinhard, Harry & ich) uns in Regau um im Anschluss mit 2 Autos in Richtung Ebensee zu fahren. Noch herrschte dichter Nebel jedoch lichtete sich dieser zunehmend und in Langwies (= Ausgangspunkt der Tour) war er gänzlich verschwunden. Nachdem wir noch ein Auto nach Ischl gestellt hatten um nicht vom Zug Fahrplan abhängig zu sein starteten wir schließlich gegen 08:30 Uhr.
Gleich vom Beginn an ging es kontinuierlich immer bergwärts und bereits nach wenigen Minuten flossen die ersten Schweißtropfen. Der Weg rauf zur Brombergalm ist eher unspektakulär da er fast nur im Wald verläuft. Jedoch lichtet sich oben der Wald etwas und so kommt immer wieder die Sonne durch und wir konnten erste Blicke aufs schöne Salzkammergut werfen. Kurz vor der Alm war dann noch ein sehr gatschiges Stück weg angesagt.
Vollkommen im Kontrast zur Gatsch-Partie dazu die malerische & idyllische Brombergalm. Bei der “Haslinger Quelle”
gönnten wir uns eine erste Stärkung und genossen die Sonne. Hier hatten wir bereits 1000 Höhenmeter in den Beinen. Gestärkt wanderten wir weiter zum ersten Gipfel des Tages – den Petergupf. Von dort aus konnte man bereits den “interessanten” Teil der Tour ausmachen – die Wanderung am Grat.
Bei strahlenden Sonnenschein und einem lauen Lüftchen wandern wir am abwechslungsreichen Grat/Kamm entlang (westseitig feucht & rutschig, ostseitig warm und trocken). Wir marschieren über den Bannkogel und dann geht es am steilen Bergwerkkogel über ein Felsband. Hier befand sich dann auch die “Schlüsselstelle” der Tour – ein senkrechtes, seilversichertes Kletterstück. Auch dieses brachten wir flott hinter uns um schließlich, am Mittagkogel vorbei, zur höchsten Erhebung des Tages, der Hohen Schrott, zu kommen. Die Höhenmeter & Gegensteigungen machten sich mittlerweile bei mir doch bemerkbar. Ich war ganz schön geschlaucht.
Durch einen Zufall (mithören) erfuhren wir oben noch dass anscheinend der Weg über die Kotalm (unser geplanter Weg) wegen Windwurfs gesperrt ist. Nachdem wir alle vom Frühjahr noch “windwurfgeschädigt” sind entschieden wir uns für den längeren Weg über die Mitteralm. Bis zur Alm ist der Weg recht schön und malerisch. Doch dann begann ein längerer Hatscher über Forststraßen und sehr feuchte, gatschige & schlecht markierte Wege. Fast wären wir zur Rettenbachalm abgestiegen
Gott sei Dank brachten wir den Abstieg relativ flott hinter uns, doch leider kamen wir doch ein Stück von unserem geplanten Weg und somit vom Auto ab. Per Autostopp wurde ich dann von einem freundlichen Mitwanderer zu meinem Auto gebracht während Toni, Reini & Harry sich im Gasthaus Rettenbachmühle ein kühles Blondes bestellten. Nach kurzer Zeit war ich dann auch vor Ort. Wir genehmigten uns einen Imbiss um dann im Stau zwischen Ebensee & Gmunden zu stehen. Reinhard, Harry & Toni durften dann auch noch einen halbstündigen Stau auf der A1 erleben.
Fazit eine schöne und auch doch recht lange Tour. Ich hatte sie kürzer in Erinnerung. Die Gratstücke, vor allem die “Schlüsselstelle” am Bergwerkkogel bringen der Tour die richtige Würze. Für mich getrübt war die Tour nur durch den eher “uninteressanten” Abstieg über die Mitteralm. Man kann halt nicht alles haben
Harry & Toni konnten durch diese Tour einen weißen Fleck auf ihrer persönlichen Salzkammergut Karte bereinigen. Wer noch mehr Eindrücke von der Tour haben möchte dem empfehle ich den Bericht von Bergfex Harry
Am 19. September 2007 um 17:52 Uhr
Ja da schau an….
es gibt auch eine lohnende Schrotttour
Am 3. August 2009 um 21:57 Uhr
wieviel Stunden wart ihr unterwegs