"Projekt Wildenseehütte"

Blick zum Loser Wildenseehütte In der Wildenseehütte Gestern, 08.03.2008, (Weltfrauentag ;-) ) & heute, 09.03.2008, ging es auf eine bereits länger geplante und bereits einmal verschobene Tour. Margit, Margit, Roswitha, Eugen, Wilfried, Hannes & ich marschierten am Samstag bei schlechter Sicht vom Loser übers Tote Gebirge Plateau zur Wildenseehütte und heute über das Hohe Augst-Eck, sowie Hinteren & Vorderen  Schwarzmooskogel, bei Kaiserwetter, retour. Eine sehr abwechslungsreiche & bei gutem Wetter auch sehr schöne Tour. Hier gibts die FotosLink-Image davon.

Tag 1:

Am ersten Tag unserer 2tagestour starteten wir zu 7 am Parkplatz der Loser-Bergbahnen. Für den ersten Teil unserer Tour zur Wildenseehütte wählten wir den Lift, welcher sich mit stolzen € 13 zu Buche schlägt. Bereits unten ist das Wetter eher mäßig – es schneit leicht und die Sicht ist zwar schlecht aber “es geht schon”.  Bei der oberen Bergstation ist dann die Sicht praktisch nicht vorhanden.

Am Loser

Endlich bei der Wildenseealm Abfahrt ins Nichts Was tun…natürlich weiter gehen, sind doch drei von uns mit GPS ausgestattet und auch Kompass & Karte sind am Mann. So gewappnet starteten wir gegen 09:30 bei der Bräuningalm in Richtung Schwarzmoossattel. Die Sicht ist schlecht aber noch kann man Entscheidungen aufgrund des Geländes & des GPS treffen. Die Stangenmarkierung verlieren wir aber eh wurscht, wir ham ja eh den AV Track drauf – der stimmt sicher.

So geht es weiter ins Nichts. Gott sei Dank schneit es kaum und so wäre ein zurückfinden im Notfall leicht. In ständigen auf & ab, vorbei an tiefen Gräben & Löchern, permanent navigierend marschieren wir am Plateau mit dem Tagesziel Wildenseehütte. Nach einiger Zeit wurde dann klar dass es auf der eingeschlagenen Route kein Weiterkommen gibt und so gingen wir ein Stück zurück. Da die Zeit schon fortgeschritten war setzten wir uns auch einen fixen Umdrehzeitpunkt.

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CIMG6033 CIMG6031 Kurze Zeit nach dieser Entscheidung fanden wir dann die notwendige Stangenmarkierung sowie eine vorhandene Schispur – Freude :-) . Dieser folgen wir nun und tourten im Nebel hoch zum Sattel beim Augst-Eck. Oben angekommen waren wir schon recht guter Dinge…”jetzt müss ma eh nur mehr abi fahren”. Die Abfahrt gestaltete sich dann doch sehr schwierig aufgrund der Sicht. Man konnte weder das Gelände rundum noch die Steilheit der Hänge vernünftig beurteilen.

Gott sei Dank war die Abfahrt laut früheren Erfahrungen recht sanft und so erreichten wir dann nach 1,5 Stunden Abfahrt unser Tagesziel, die Wildenseehütte. Alle waren hoch erfreut darüber. Die Gesamt Gehzeit betrug in etwa 6,5 Stunden. In der Hütte machten wir uns es sogleich gemütlich, der heiße Ofen hob die Stimmung.

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CIMG6047 CIMG6034 Nachdem wir uns “häuslich eingerichtet” hatten ging es dann an die Verpflegung. Als Abendmenü wurden Penne mit Sauce Bolognese und als Nachspeise Kaiserschmarrn mit Röster gereicht. Der Abend gestaltete sich dann in der warmen Küche recht kurzweilig und lustig und endete schließlich gegen 22:30 Uhr im Matratzenlager. Natürlich waren wir allein in der Hütte – wer geht da bei so einem Wetter schon rauf?

Fazit zum Tag 1 – der AV Track für diese Tour ist Schrott & die Wildenseehütte ist eine recht gemütliche Behausung.

Tag 2:

Tagwache 07:30 – Wilfried war natürlich wieder der Erste :-) . Ein Blick aus der Tür zeigt Kaiserwetter – welche Freude. Gleich in der Früh mach ich eine erste Fotorunde. Im Anschluss war dann wieder Feuer machen angesagt (die Feuerwache hatte versagt ;-) ) Nach einem opulenten Frühstück (Rotweinkuchen von Roswitha sowie 2 Portionen frischer Kaiserschmarrn) und der Reinigung der Hütte machten wir uns schließlich auf.

Ich am Plateau.

Das Vorhaben, den Rinnerkogel zu besteigen, ließen wir aufgrund des warmen/heißen Wetter fallen uns so stiegen wir (bei bester Sicht – welche Freude) über den Abfahrtsweg von Gestern auf. Diesmal konnten der Stangenmarkierung folgen und konnten unsere Irrwege (Abfahrtsspur) sehen – wir waren eigentlich ganz gut unterwegs. Am Sattel entschieden wir uns nicht den Aufstiegsweg zu nehmen.

Wir wählten den Weg, östlich vorbei am Augst-Eck. In ständigem auf und ab, immer wieder vorbei an tiefen Löchern und Gräben gehen wir in Richtung Schwarzmooskogel. Wäre hier die Sicht schlecht gäbe es kein weiter kommen. Es ist dort so als ginge man durch ein Labyrinth. Nach der Besteigung des Hinteren Schwarzmooskogel machten wir eine Pause, bei der die letzten Vorräte verdrückt wurden (Wilfried hatte sogar “Frühstücks-Kaiserschmarrn” mit).

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CIMG6179 CIMG6172 Nach der Pause tourten wir weiter zum Vorderen Schwarzmooskogel. Auf dieser Strecke trafen wir auch dann auch wieder den ersten Menschen. Der Gipfel war nach nur 30 Minuten erreicht und oben machten wir noch mal eine kurze Pause und konnten endlich abfellen. Die Abfahrt ging dann über und zwischen Latschen ins Loser Schigebiet. Die Zivilisation hatte uns wieder.

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Nach einer kurzen Bergfahrt mit einem Schlepper fuhren wir dann über die Piste ab zur Talstation der Loser Bergbahnen. Unten gönnten wir uns dann sogleich ein kühles Blondes. Dieses hatten wir uns nach den 5,5 Stunden Tour auch redlich verdient.

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CIMG6213 CIMG6187 Fazit zur Tour – eine super Tour, die vor allem für nicht ausschließlich abfahrtsorientierte Tourengeher geeignet ist. Die Landschaft im Toten Gebirge ist auch im Winter ein wahres Juwel und zudem extrem einsam. Da bekommt man richtig Lust auf eine Komplettüberschreitung. Derartige Touren werden in Zukunft jedoch nur bei wirklich stabilen Verhältnissen ohne Nebel von uns gemacht. Ohne GPS wären wir wohl am ersten Tag wieder zurück zum Loser.

3 Reaktionen zu “"Projekt Wildenseehütte"”

  1. Sabina

    Servus Bernhard,
    ECHT SPITZENMÄSSIGE Fotos vom 2. Tag!!! Ich bin begeistert!

  2. gregor

    wahnsinn die fotos, einfach genial!!!

  3. Wolfsblut

    Wieder mal eine super Tour !
    Die verschneiten Hütten sind echt cool !
    Unglaublich wie viel Schnee es da oben noch hat !
    Auch alle anderen Fotos sind traumhaft.
    Gratuliere.

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