Großes Mosermandl (2680 m)
Am 2 Tag unserer Lungau-Tour hatten wir bestes Wetter und wollten den Tag auch voll ausnützen. Anstatt “nur” das Große Mosermandl zu gehen machten wir uns auf zum Faulkogel, welcher mir verwehrt blieb, und im Anschluss durch das Gasthofkar zum Mosermandl. Danach gings wegen der nahenden Schlechtwetterfront ab in die Heimat. Hier die Fotos
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Um 07:15 starteten wir, die 2 Hartberger, der Bayer, Harry & ich, nach einem delikaten Frühstück (Ham & Eggs) bei der Franz Fischer Hütte. Da Wetter war bereits optimal – strahlender Sonnenschein, kein Wölkchen am Himmel aber ein ordentlicher Wind. Zu 5 wanderten wir durch das noch sehr schattige Zaunerkar. Teilweise waren ein paar recht eisige und ungute Schneefelder zu passieren. Nach einer Stunde kamen wir dann aber in der Sonne bei der Zaunerscharte an. Hier die ersten super Ausblicke auf die umliegende Berglandschaft – besonders markant der Ankogel.
Nachdem wir uns von den anderen drei verabschiedet hatten ging es für Harry und mich nun wieder 300 Meter runter zum malerischen Neukarsee. Die Sonne machte sich bereits bemerkbar und die Jacken verschwanden in den Rucksäcken. Die Sicht an diesem Tag war einfach genial. Nach passieren des Neukarsees ging es dann wieder 300 Meter rauf zur Neukarscharte. Von dort ging es in den Steig zum Faulkogel.
Bereits am Anfang waren ein paar ungute schuttrige Querungen zu passieren – so was taugt mir ja gar nicht. Als dann noch ein steiles Schneefeld mit nur teilweise ausgeaperten Seilsicherungen da ist passe ich. Wer weiß wie das weiter oben noch wird. So mache ich mich auf den Rückweg, während Harry weiter aufsteigt. Ich wartete die ca. 1,5 Stunden bei einem recht malerischen Biwak unterhalb des Neukarsees. Nachdem Harry wieder zurück war und nach einer Pause gings dann weiter in Richtung Großes Mosermandl.
Wir entschieden uns für den Weg durch das Gasthofkar, eine offenbar eher wenig begangene Route, da die Markierungen schon sehr verblichen und teilweise kaum Steigspuren erkennbar. Der Weg führt durch eine sehr bizzare Gletscherlandschaft – wie am Dachstein bloß ohne Gletscher. Es scheint man geht ewig auf und ab und das Mosermandl kommt nur langsam näher. Schlußendlich kommen wir doch unterhalb des Windischkopf an.
Noch mal eine kurze Pause eingelegt, die lange Tour macht sich doch ganz schön bemerkbar. Dann ging es an den letzten seilversicherten Aufschwung zum Großen Mosermandl, der noch mal all unsere Kräfte benötigte. Oben angekommen entschädigt das sensationelle Panorama. Hier lässt es sich schon aushalten. Nach einer ausgiebigen Pause ging es dann an den Abstieg über den Südgrat. Dieser sah (für mich) gar nicht einladend aus, dabei bin ich da vor 2 Jahren schon mal rauf.
Naja egal….immer schön langsam dann gehts schon. Nachdem wir den oberen steileren Teil hinter uns gebracht hatten ging es dann über Schuttfelder runter zum Almboden. Blickt man zurück, glaubt man, dass man da ohne Kletterei nicht rauf kommt. So nun nur mehr der Abstieg zum Schlierersee. Dieser war dann auch noch recht lang und so mussten wir eine Labstation am Weg, nämlich die urige Jakoberalm aufsuchen. Frisch gestärkt durch Murauer Bier, Kaspressknödel Suppe & Pofesen ging es in 45 Minuten runter zum Parkplatz und im Anschluss in 2 Stunden heim.
Fazit – das Lungau bietet schon sehr viele Möglichkeiten. Eine recht abwechslungsreiche Landschaft, weitläufige Täler und tolle Gipfel. Zudem erwischten wir einen sehr guten Zeitpunkt bez. des Wachstums – überall blühte es in voller Pracht – das gefiel Harry natürlich besonders. Riedingtal – wir kommen wieder!
GPS Track der Tour (rechte Maustaste – speichern unter)
Am 18. Juli 2008 um 13:15 Uhr
Servus Berni,
Jup, des war eine Tour vom Feinsten! Ich glaube dem Weißeck sollten wir wirklich noch heuer einen Besuch abstatten. Danke für die Organisation & Planung.
mfg
Da Harry