Schillereck (1748 m)
Heute war ich wieder einmal mit Wilfried unterwegs und weil es so schön werden sollte, sollte es gleich eine “richtige” Tour werden. Bereits im Vorfeld entschlossen wir uns die Staatsbürgerlichen Pflichten (Nationalratswahl) diesmal mittels Briefwahl wahr zu nehmen und so stand einer Traumtour nichts mehr im Weg. Wir waren im Sengsengebirge, genauer gesagt am Schillereck, welches wir über einen alten Almweg und in der Folge über einen Jagasteig erreichten. Es war eine einsame und auch relativ lange Tour die sich auf jeden Fall gelohnt hat. Hier die Fotos
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Start war diesmal wieder recht bald in Dunkelheit um 05:45 Uhr in Sattledt. Danach ging es mit Wilfried weiter nach St. Pankraz und in der Folge zum Parkplatz beim Spering-Bauer. Dort starteten wir dann um 07:30 Uhr bei Nebel und nass-kaltem Wetter. Der Weg bergwärts war recht angenehm zu gehen…nicht zu steil. Mit zunehmender Höhe verzog sich der Nebel und vor uns tat sich der Kleine Priel mit einem Nebel-Meer zu seinen Füßen auf.
Nach einiger Zeit kamen wir dann zu einer stark verfallenen Jagdhütte, wo wir eine erste Pause machten. Hier stießen wir auch auf den ersten Schnee des Tages. Nach der Stärkung begann dann der interessantere Teil der Tour. Wir wanderten über einen spärlich markierten Waldweg, teilweise durch starken Windbruch unterhalb des Schillereck, zur Fotzenalm, entlang. Die Alm ist bereits extrem verfallen und auch eine geschlossen Schneedecke finden wir hier vor.
Der Schnee erschwert die Wegfindung enorm doch unsere Sinne täuschten uns nicht uns so kamen wir immer wieder zurück auf den Weg. Im oberen Bereich ist dann alles extrem verwachsen…nur hin und wieder, in früheren Zeiten, abgeschnittene Latschen zeigen uns den Weg. Wilfried zeigt sich als perfekter Fährtensucher. Nach 4,5 Stunden kamen wir dann erschöpft am Sengsengebirgs-Höhenweg an. Der mal weiche und mal harte Schnee machte es doch ganz schön anstrengend.
Zu unserer Freude ist wohl am Vortag jemand den Weg gegangen und so brauchten wir uns mit der Weg-Findung nicht zu beschäftigen und eine halbe Stunde später, nach insgesamt 5 Stunden standen wir am Gipfel des Schillereck. Oben ein Traum-Panorama ins verschneite Tote Gebirge. Wir genießen die wärmenden Herbst Sonnenstrahlen und machen etliche Fotos. Der krönende Abschluss am Gipfel war dann noch die flotte Cache Suche nach “Schillers Eck”, den Hannes im Frühjahr oben versteckt hatte.
Der Abstieg erfolgte dann über den Normalweg, vorbei am Spering Sender, und der verfallenen Jagdhütte zum Ausgangspunkt wo wir nach in Summe 7,5 Stunden ankamen. Fazit eine sehr einsame und lange Tour, deren Charakter man nicht unterschätzen darf. Der Almweg und der Jagasteig werden wohl in ein paar Jahren nicht mehr begehbar sein wenn diese nicht eine Wartung erfahren. Auf jeden Fall ist das Sengsengebirge immer einen Besuch wert…..einfach super.
GPS Track der Tour (rechte Maustaste – speichern unter)
Am 29. September 2008 um 07:29 Uhr
Schöne Bilder von einem mir unbekannten Gebiet. Wir waren am Sonntag auf gleicher Höhe am Leonsberg/Zimnitz, dort hatten wir aber keinen Kontakt mit dem Schnee.