Grünalmkogel (1821 m)
Heute, 09.11.2008, waren Margit, Hannes, Reinhard & ich wieder mal unmarkiert im Höllengebirge unterwegs. Wider meines erwarten wurde es doch ein ordentlicher einsamer Hatscher
Der Aufstieg erfolgte vom Weißenbachtal über die Karl-Emil-Hütte – danach gings noch auf den Grünalmkogel um dann durch den Pfaffengraben und über das Hochleckenhaus zur Kienklause abzusteigen. Hier die Fotos
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Nachdem wir uns in Steyrermühl getroffen hatten starteten wir um 08:30 im Weißenbachtal beim Jagdhaus Aufzug. Anfänglich wanderten wir noch auf der Forststraße, doch schon bald schnitten wir diese über einen gut ausgetretenen Weg ab, um dann noch mal einige Zeit bis zum Sattel unter der Hohen Rehstatt darauf zu wandern.
Hier ist ein gewaltiger, bereits bereinigter Windbruch. Am Ende dieses Bruchs führt dann ein gut ausmachbarer, unmarkierter Weg im Hochwald bergwärts. Die Steigung ist echt angenehm und so machen wir ordentlich Meter. Im oberen Bereich, nach einer längeren Querung treffen wir dann ein Jäger-Paar die die Nacht in der neuen A.H.H. (Androsch Hannes Hütte ???) verbracht hatten. Dies erreichten wir kurz nach dem Treffen. Noch marschierten wir im Schatten.
Von der Hütte weg quert man dann über eine Lahngang, durch eine Latschengasse in Richtung Westen. Auch hier ist der Weg ganz gut auszumachen. Nach der Querung ging es dann durch eine mit (schlechten) Seilen versehene Schlüsselstelle. Kurz danach erreichten wir dann auch schon die alte baufällige Karl-Emil-Hütte. Diese wird wohl in den nächsten Jahren zusammenbrechen
Bei der Hütte, wie soll es auch anders sein, finden wir rasch mittels Spoiler-Bild einen Geocache "Secret paths to hell I", welcher schon über ein Jahr nicht mehr gefunden wurde.
Nach einer Pause wanderten wir hinter der Hütte in einer Latschengasse weiter in Richtung Pfaffengrabenhöhe. Die Gasse ist teilweise verwachsen – ich schätze es war ein "Latschen 3er"
Im oberen Bereich verlässt man dann die Gasse und quert, teilweise recht ungut, über schrofiges, steiles Gelände zur Pfaffengrabenhöhe und erstmals zu einem markierten Weg. Danach gings am Wanderweg noch etwa eine halbe Stunde zum Gipfel des Grünalmkogels, welchen wir nach insgesamt 4 Stunden Aufstieg erreichen.
Oben eine fulminante Sicht Traunstein, Brunnkogel & Dachstein zum greifen nahe. Auch ein Cache "AMI IX – Grünalmkogel"befindet sich dort – Hannes und ich haben diesen natürlich flott gehoben. Danach waren ein lange Pause und eine Beratschlagung bezüglich des Abstiegs angesagt. Entgegen unseren ursprünglichen Plänen (Aufstiegsweg = Abstiegsweg) entschieden wir uns für die Überquerung zum Hochlecken. Das hieß noch mal 450 Meter abwärts in den Pfaffengraben (das hat sich ganz schön gezaht) und dann noch mal 250 Meter rauf aufs Plateau.
Die Zeit drängte schon ganz schön und ich hab mich schon wieder über mich selbst geärgert. Biwaksack und meine Stirnlampe liegen gut daheim
das passiert mir sicher nicht mehr so schnell – Sicherheitsausrüstung soll immer dabei sein. Nachdem wir das Hochleckenhaus erreicht hatten stiegen wir dann bei den letzten Sonnenstrahlen, vorbei an den imposanten Adlerspitzen zur Kienklause ab. Nach insgesamt 8 (langen) Stunden erreichten wir dann schließlich beim letzten Licht das Wirtshaus, das Gott sei Dank noch offen hatte.
Dort wärmten wir uns erstmal auf und genossen Schweinsbraten, Schnitzel & Bier. Nun mussten wir noch mittels Taxi zurück zum Auto – draußen war es schon stockfinster. Auf unsere Anfrage erklärte sich der Wirt, dankenswerterweise, uns zurück ins Weißenbachtal zu bringen – super Sache. Fazit – eine super Tour die wohl eine der letzten in diesem Jahr ohne Schi gewesen sein wird. Alle vier waren begeistert von den alten Steigen – im nächsten Jahr machen wir wohl bestimmt wieder so eine Tour.
Am 9. November 2008 um 23:12 Uhr
Servus,
Ahhh feiner Latscher und die Wegerl noch gut intakt. Freu mich schon wenn’s auf der Uni ein bissl ruhiger wird und ich auch wieder mit von der Partie bin. Februar 2009 oder so
Gruß
Harry