Nordalpenweg 2011 – Tag 1 – Krampen–Graf Meran Haus
Endlich war es wieder so weit
Nordalpenweg 2011 – diesmal war auch wieder ich dabei (im Vorjahr war ich leider krank). Weiters dabei die Nordalpenweg All-Stars Robert und Andi – Koidl ist heuer leider beruflich verhindert. Fotos vom ersten Tag gibts hier
Die Tour startet gleich mit einem freudigen Ereignis als mich die ÖBB Schalterbeamtin fragte ob ich eine U-26 Vorteilscard hätte
– DANKE(!) wir alle waren von diesem Kommentar begeistert. Um 07:00 Uhr fuhren wir schließlich mit dem Intercity von Attnang Puchheim los – die Fahrt nach Wien verging wie im Flug (bei Kübelspeck und einem Bier). In Wien Hütteldorf erfolgte der Umstieg in die S2 nach Meidling. Da uns Wien sooo gut gefällt sind wir dann direkt bis zur Endstation Floridsdorf gefahren und dann gleich wieder retour nach Meidling….Fazit des Faux Pas – eine Stunde Verspätung und eine kleine Wien-Rundfahrt.
Danach aber klappte alles und wir fuhren, bei Most und Kübelspeck, über den Semmering nach Mürzzuschlag. Leider war ich ja letztes Jahr nicht dabei aber die Ortskenntnisse meiner Mitwanderer vor allem im Bereich des Semmering waren beeindruckend (sie waren dort scheinbar auf allen Gipfeln
und konnten die begangenen Strecken exakt ausmachen). Angekommen in Mürzzuschlag wartete bereits das reservierte Taxi, samt Ex-Wiener Taxler, der für die 15 KM 30 € nahm.
Um ca. 12:45 Uhr starteten wir dann unsere Tour – voll Euphorie ging’s in den Wald…die Euphorie schwand dann flott wieder, da es doch sehr steil bergwärts ging und zwar ziemlich lange – genauer gesagt 5 km…. Schweißgebadet erreichten wir dann das Veitschbachtörl wo wir eine erste Pause machten und es erschloss sich uns erstmals wie weit es heute noch geht – es erwartet uns ein langer Waldkamm und dann noch der Übergang zur Hohen Veitsch. Uns war schon bewusst – das wird noch sportlich heute.
Flott ginge es voran durch den Wald immer wieder mal rauf und runter – keine spektaktulären Aussichten – hier schauts aus wie daheim am Hausruck. In der Nähe der Grundbauernhütte wurde die Sicht dann etwas offener und besser und wir konnten endlich sehen das es doch noch ziemlich weit ist
Meine Überlegung in der Grundbauernhütte zu übernachten wurde Gott sei dank verworfen und wir wanderten immer schön oben mit wenig Höhenmetern in Richtung Hohe Veitsch. Das Wetter wurde einstweilen zunehmend schlechter und auch die Zeit schritt fort – wir versuchten nicht zu viel Zeit zu verlieren. Auf der Veitsch herrschte dann kalter Wind und Nebelreissen – erstmals bekamen wir die Hütte zu sehen….hatsch hatsch…es ist noch weit!
Wortlos marschierten wir weiter – wir waren alle schon geschlaucht und hatten den ersten Tag unterschätzt….die wenigen Höhenmeter auf der Veitsch taten uns weh und es war schon recht kalt aber das Navi sagte permant weit ists nicht mehr
. Wenige Meter vor der Hütte genehmigten wir uns dann noch einen kleine Vor-Jause….mit dem mitgebrachten Dosenbier….ich hatte ja schon überlegt es am Veitschbachtörl weg zu schütten – dies wurde mit bösen Kommentaren versehen. Schlussendlich wurden von 3 Dosen nicht mal 1,5 getrunken….der Rest wurde der Natur übergeben – dementsprechend geschlaucht mussten wir gewesen sein.
Erleichtert erreichten wir schließlich das warme Graf Meran Haus. Dort angekommen erfuhren wir gleich das es kein Wasser auf der Hütte gibt
dementsprechend begeistert waren wir. Nach einem durchschnittlichen Essen verabschiedete ich mich bald ins Zimmer auch Robert und Andi folgten bald. Summa summarum waren wir vom Gesamtpaket Graf Meran Haus wenig begeistert – einhelliger Tenor – hier kehren wir nicht mehr ein. Die Nacht zum 2 Tag verlief dann ruhig bis auf einmaliges Geschrei des Wirts (?) im Lager.