Nordalpenweg 2011 – Tag 2 – Graf Meran Haus–Seebergsattel–Voisthalerhütte
Der 2. Tag begann früh – gegen 6 Uhr standen wir alle, nach einer unruhigen Nacht, auf. Wir wurden mit Kaiserwetter belohnt – Sonne am Berg mit einem Nebelmeer unter uns. Nach Sichtung der sanitären Anlagen entschieden sich 2/3 von uns für eine Katzenwäsche…etwaige andere Geschäfte wurden verschoben. Nach einem Marmelade Frühstück (nicht meins…) brachen wir um 07:15 bei Sonnenschein auf. Die Fotos vom 2. Tag gibt es hier.
Gleich zu Beginn konnten wir in weiter Ferne unser Tagesziel, den Hochschwab, konfrontiert – ganz schön weit. Über den steilen Teufelssteig stiegen wir schließlich ab zur Baumgrenze und wanderten dann komot durch den Wald zum Nikolokreuz. Unser nächstes Ziel, die malerische Turnaueralm, erreichen wir schließlich durch einen längeren Forststraßen-Marsch. Mittlerweile war es ganz schön heiß und wir entschlossen uns einzukehren.
Empfangen von etlichen Kühen wurden wir von der “Junior-Chefin” bestens mit Saftgetränken versorgt. Weiters genossen wir das dort vorhandene Wasser
. Nach der Rast ging es wieder teils über Forststraßen, teils über Waldwege und eine Abkürzung (!!) zur Göriacher Alm. Diese haben wir links liegen gelassen um flott zum Seebergsattel abzusteigen. Am Sattel gönnten wir uns erst mal wieder ein Getränk – der Hochschwab war zu dieser Zeit zwar schon direkt vor uns doch wie weit es wirklich ist ahnten wir dort noch nicht. Die Wirtin versorgte uns bestens mittels Ihrer Mutter mit Berg-Informationen die uns Gott sei Dank von einem Aufstieg über die Aflenzer Staritzen abriet…
Wir stiegen schließlich über die Straße (bäh) nach Seewiesen ab und zweigten dann auf einer Forststraße rechts in Richtung Untere Dullwitz ab. Mittlerweile hatte sich bei mir eine Mega-Blase an der rechten Ferse gebildet und auch die Y 20 km machten sich bei uns allen bemerkbar. Aber da mussten wir durch – die ausgeschilderten 2,5 h Aufstieg zur Voisthalerhütte stimmten uns allerdings nicht zu positiv.
Im gemächlichen Trott wanderten wir zum Talschschluss wo der für mich leidvollste Teil des Tages begann – die 600 Höhenmeter Aufstieg. Wir gingen alle 3 ganz komot…wobei ich konditonell eher Schwierigkeiten hatte. Nach einer längeren Rast auf der Florlhütte war ich jedoch wieder gestärkt und wir gingen weiter in Richtung Voisthaler Hütte. Das Wetter wurde zunehmend schlechter – zwar war die gewittrige Schwüle vom Nachmittag, die mir Sorgen machte, weg aber es zog zu und in absehbarer Zeit sollte es regnen.
Gemächlichen Schrittes marschierten wir durch die untere Dullwitz um dann endlich unser Tagesziel, die Hütte, zu sehen. Noch ein letzter Aufschwung durch die Voisthalergasse bei leichtem Nieseln und wir waren am Ziel
. Auf der Hütte wurden wir von drei besonders “lustigen” Gesellen begrüßt die dann aber “leider” (bei Regen) zum Schießtl Haus aufstiegen. In der Hütte selbst waren wir anfänglich die Einzigen und wurden vom Hüttenteam 1A versorgt – es hat uns voll getaugt. Wir aßen uns durch die üppige Speisekarte und tranken ein paar Kaltgetränke. So wie schon im Graf Meran Haus verabschiedete ich mich auch an diesem Abend sehr bald – mein Hals- & Ohren-Weh war stärker geworden und die Nach die ich im Lager verbrachte war nicht so toll. Ich möchte noch einmal erwähnen wie wohl wir uns auf der Hütte gefühlt haben und wir gut wir dort versorgt wurden (Heißes Wasser, Essen, Infos,….)